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„112% Ehrenamt - jederzeit“



von Andreas Jäckel

Begonnen hatte der unruhige Freitag bereits gegen 4 Uhr morgens, als die Funkmelder der First Responder-Kräfte diese aus dem Schlaf rissen und sie zu einem medizinischen Notfall schickten.
Bereits um kurz vor 11 Uhr Vormittags wurden die First Responder-Kräfte erneut angefordert.

Ab 18 Uhr, pünktlich zu Beginn des Wochenendes ging es dann Schlag auf Schlag.
Mit der Meldung „Öl auf Gewässer“ machten sich 23 Einsatzkräfte mit 4 Fahrzeugen und 2 Anhängern mit Spezialgerät auf den Weg nach Eitting, wo auf Höhe des dortigen Feuerwehrhauses ein großer Ölteppich auf dem Fehlbach gemeldet worden war.
Gemeinsam wurde sich ein Bild über das Schadensausmaß gemacht und mehrere Ölsperren eingesetzt bevor die Erdinger Floriansjünger gegen 20 Uhr die Einsatzbereitschaft am Gerätehaus wiederhergestellt hatten.

Nach nicht einmal einer Stunde schlugen die Funkmelder erneut Alarm, diesmal ging es auf die Flughafentangente Ost (FTO), wo sich auf Höhe des Kompostwerks Wurzer ein schwerer Verkehrsunfall zwischen zwei PKW´s ereignet hatte, bei dem eine Person in Ihrem PKW eingeklemmt wurde.
Erneut machten sich 18 Einsatzkräfte mit einem Führungsfahrzeug (KdoW), zwei Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge (HLF) und einem Wechselladerfahrzeug (WLF) mit Abrollbehälter für schwere technische Hilfeleistung auf, um Hilfe zu leisten.
Die zuständige Ortsfeuerwehr Eitting war vor den Erdinger Kräften am Einsatzort und begann bereits mittels hydraulischem Rettungsgerät einen Zugang zur Versorgung und anschließende Rettung des eingeklemmten Patienten zu schaffen.  
Durch die Kräfte aus Erding wurde ein zweiter hydraulischer Rettungssatz bereitgestellt und die Rettungszylinder in Betrieb genommen.
First Responder Personal übernahm die medizinische Versorgung einer weiteren Patientin bis mehrere Rettungswägen (RTW) am Schadensort eintrafen. Das zweite HLF übernahm die Sperrung und Ausleitung an der FTO auf Höhe der Abfahrt zum Flughafen München.
Nach der technischen Rettung wurden die Erdinger Kräfte, die direkt an der Unfallstelle im Einsatz waren aus dem Geschehen entlassen und machten sich auf den Weg zurück zur Wache.

Aufgrund des beschriebenen Verkehrsunfalls mit insgesamt 5 Verletzten waren alle Rettungswägen im Erdinger Umland ausgelastet, was zur Folge hatte, dass die Leitstelle Erding diverse Erdinger Feuerwehrfahrzeuge noch vor Erreichen der Feuerwache als First Responder zu gesamt drei medizinischen Notfällen im Stadtgebiet vorausschickte.

Um nun auf den Einleitungssatz zurückzukommen sollte erwähnt werden, dass durch die Erdinger Einsatzkräfte erneut sprichwörtlich „112% Leistung“ gebracht wurde.
Diese Masse an Einsätzen ist für die Aktiven mittlerweile Alltag geworden und kann mit den vorhandenen Einsatzkräften nahezu problemlos bewerkstelligt werden. Trotzdem möchte sich die Kommandanten und der Führungsdienst an dieser Stelle für den Einsatz jedes Einzelnen herzlichst bedanken, denn jeder von ihnen trägt dazu bei, die Freiwillige Feuerwehr Erding zu dem zu machen, was sie ist. Eine schlagkräftige und professionell handelnde Truppe und kompetenter Helfer für die Bewohner der Großen Kreisstadt.

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